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MORGENS

Morgens, halb zehn in Deutschland.
Manfred wird geboren.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Mareike darf endlich in den Kindergarten.

Morgens, halb zehn in Deutschland.
Auf dem Schulhof beisst Lisa voller Lebensfreude in ihr Schulbrot.

Morgens, halb zehn in Deutschland.
Klaus knabbert an seinem Müsliriegel und lacht über einen Witz seines Arbeitskollegen.

Morgens halb zehn in Deutschland,
Hans plauscht aufgeregt mit seiner Clique auf dem Schulhof.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Janine bereitet ihre Unterlagen für das heutige Meeting vor.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Sven sitzt während der Pause in der Klasse und lernt.

Morgens halb zehn in Deutschland,
Katrin sitzt zuhause am PC, allein, wie jeden Tag.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Elias quälen Magenschmerzen während er seiner Arbeit nachgeht.

Morgens halb zehn in Deutschland,
Frank schleppt sich zur Toilette nachdem er verprügelt wurde.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Christian ist heut zuhause geblieben weil sein Vater ihn wieder mal verprügelt hat.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Michaela betrachtet das Bild ihres verstorbenen Mannes und weint bitterlich.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Rainer schaut benommen auf die Uhr und nimmt seine Tabletten.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Martina schluckt ein Glas voller Pillen.

Morgens halb zehn in Deutschland.
Peter verlässt diese Welt für immer, aus freien Stücken.

Und was machst du morgens, halb zehn in Deutschland?

 

 

TREUE

Irgend etwas ist passiert, es muss etwas passiert sein. Vielleicht ist an einem Ort die Sonne aufgegangen an dem sie für gewöhnlich nicht scheint. Ich fühle es ganz deutlich, eine Veränderung und so sehr ich oftmals meinem Leben das Ende herbei sehne, so sehr scheint etwas in mir aufwachen zu wollen, etwas das sich nach mehr sinnt, als das was momentan ist. Dcoh ist monetan überhaupt was? Und was passiert wenn zwei Fraktionen einander bekriegen? Ich fühl mich wie ein gespaltenes Land, das eine voller Verbote und Vorurteile, voller Hass und Irrglauben, das Andere ein Land der Freiheit in dem ich denken kann was ich möchte, in dem ich auch hassen kann, nur das es mir nicht aufgezwungen wird. In dem ich erfahre das die Welt nicht so ist wie es auf der anderen Seite propagiert wird. Dieser Zwiespalt, zwei Persönlichkeiten in mir zu spüren, wovon jedes versucht mich auf seine Seite zu ziehen, ist manchmal unerträglich. Frag mich was denn nun davon noch ein Teil von mir ist und denke dann immer das alles im gesamten, nicht geteilt, das war mal ich. Es ist so als wäre an einem bestimmten Punkt in meinem Leben eine strikte Grenze von mir selbst gezogen wurden und ich lief hinüber zu Propaganda und Selbstverrat. Und diesem folgte ich ohne zu hinterfragen, wie ein getreuer Soldat, der seinem Land ergeben ist, welcher Befehle befolgt ohne Moral und Ethik zu hinterfragen, teils aus Angst. Ich denke es ist nicht so das nie etwas von der anderen Seite versucht hätte zu mir zu gelangen doch ich habe es gewissenhaft und ergeben abgeblockt, jedes Mal wieder, als der getreue Soldat der ich war. Ich war nur mehr ein Sklave des Landes das mir zeigte wie schlecht es auf der anderen Seite zu geht, das dort alles Verräter sind. Ich habe alles so sehr gehasst, so abgrundtief gehasst, und mcih am allermeisten, ich hasste meine Familie, meine Mitmenschen und ich fing an meine Freundin zu hassen, ohne zu hinterfragen, verschlossen hinter der Grenze. Ich fing an mein eigenes Wort zu hassen, meine Stimme, meine Meinung, alles was ich dachte war nur nicht Verrat zu begehen an dem System das mir Zuflucht gewährt hatte, in das ich mich freiwillig begeben hatte. Ich wurde zunehmends stiller und stiller, redete kaum ein Wort, egal mit wem, Gefühlskälte umarmte mich. Als ich diesen Weg ging, wusste ich nicht was ich verloren hatte, erst mit der Zeit kam mir diese Erkenntnis, als alles zu spät war, als mein Land langsam zerbröckelte und mit ihm die Lügen. Aber es offenbahrte mir einen Weg, einen Weg über eine Brücke, und auf dieser war eine Linie, die Grenze zweier Länder. Auf dieser steh ich im Moment, noch nicht über die Grenze hinweg, doch sehr wohl stehe ich auf dieser Brücke. Und ich blicke zurück, sehe was mir die eine Seite brachte und kann mir nun überlegen ob ich dahin zurück möchte. Oder aber ich gehe über die Grenze, wohlwissend das hier nichts garantiert ist. Ist auf der einen seite alles Gewissheit, weil propagiert und ich befehlsergeben, so ist auf der anderen Seite alles ungewiss, doch hätte ich dort vielleicht eine Chance. Vielleicht ist sie nur verschwindend gering und meine Hoffnung, obgleich sie da ist, macht mir da auch nicht unbedingt Mut. Vielleicht würde ich auch deswegen nur zu gerne mein Holster öffen und meine Pistole in die Hand nehmen. Dann wäre der Krieg zuende und ich erspare mir vielleicht einen ewigen kampf den ich nie hätte gewinnen können. Denn manhcmal sitzt alles einfach zu tief um sich neu entscheiden zu können.



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