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desweiteren

Nachdem ich gesten aufhören musste möchte ich heute einfach weitererzählen.

Ich möchte in die Vergangenheit, meine Vergangenheit, die Vergangenheit die eure Gegenwart ist. Allein der Gedanke daran wie lange ich schon lebe macht mich fast wahnsinnig. Es begann zumindest alles zu der Zeit.

Für mich war das Leben damals wenig rosig, ich lebte meistens allein und nur für mich, hatte kaum Kontakt zu anderen Menschen und legte eigentlich auch keinen besonderen Wert darauf da all diese Banalitäten die das Zwischenmenschliche ausmachen mich einfach nur langweilten. Es ist schon bittere Ironie wenn ich mich heute nach Banalitäten sehne.

Ich hatte eine Dachgeschosswohnung, schloss mich meist ein und brach jeden Kontakt zur Aussenwelt ab, hatte meistens alles dunkel um nicht von den Strahlen der Sonne beobachtet zu werden. Und wenn sie mich dann doch erwischten war es wie eine Qual, die sich meinen Körper einverleiben wollte doch war dies, so weiss ich heute, mein eigener gefühlsmässiger Trugschluss. Was jahre der Einsamkeit mit sich bringen kann wirklich nur jemand nachempfinden der dieses Leben auch "gewählt" hat. Die verqueere Realität und das Suchen nach dem grösstmöglichen Feind war eine Aufgabe der ich mich nur allzugern widmete, doch suchte ich den Feind unter den meinen und war nicht dem Wahn verfallen es gäbe Geister oder So etwas wie Aliens die mir nach dem Leben trachten. Nein ich hatte vielmehr die Menschen im Sinn und ihr Streben danach alles zu zerstören, ihren Neid und ihren Hass, ihre Gehässigkeit und wie sie es lieben anderen übel mitzuspielen um sich zu profilieren.

Es ist schon verrückt, das Ganze ist schon lange her und doch spüre ich diese vertraute Abwehr in mir wenn ich an die Menschen denke und so sehr ich auch gern mal wieder einen sehen würde wollen so sehr fürchte ich auch ihre Art zu denken, diesen Egoismus des Durchsetzens des eigenen Willens ohne Rücksicht auf Verluste.

 Aber ich scheine abzuschweifen, also widme ich mich lieber dem was ich eigentlich erzählen wollte. Ich hoffe ich kann noch zusammenfassen was passierte denn allzuoft schwinden meine Gedanken dahin und zerfliessen zu einem Fluss aus undefinierbaren Erinnerungen. Ich habe oft das Gefühl das dieser Zustand eine Nebenwirkung meines viel zu langen Lebens sind. Es ist einfach unnatürlich.

 Aber ich werde jetzt einfach mal beginnen bevor ich wieder vollkommen abschweife und noch von weiter vor mich hin fasele.

Dieser Tag als es passierte, ich kann mich noch genau daran erinnern, es war schon seit 6 Wochen wunderschönes Wetter und es war mitten im August. Leider weiss ich das genaue Jahr nicht mehr, so als würde etwas bewusst meine Erinnerung verschleiern. Aber ich denke das ist auch nicht wirklich wichtig da nicht zu ändern ist was passierte denn in den Ablauf der Zeit die gewesen ist kann niemand eingreifen. Doch dann muss ich mich wiederum fragen warum.........aber naja ich werde weitererzählen.

Es war gegen Abend, draussen war wunderschönes Wetter, zumindest nahm ich das an. Ich hatte wie immer alles dunkel, meine kleine Lampe die neben meinem Sessel stand auf dem ich für gewöhnlich ein Buch las erhellte mein kleines Zimmer, das wie eigentlich immer nur durch sein Chaos zu strahlen vermochte.

Oh nein ich muss schon wieder aufhören, es wird Zeit meine Pflichten zu absolvieren.

2.4.07 09:26
 


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